Freitag, 8. August 2008

Sit & Gos Made Easy by Howard Lederer



Pro Tip No. 1 - Sit & Gos Made Easy by Howard Lederer -Full
Tilt Poker Pro


    14.März, 2005


    Die Sit'n'Gos (SNG)
    sind ein wahres Geschenk für Online Spieler die erfolgreiche
    Turnierspieler werden wollen. Bevor es die SNGs gab, war es schwierig
    Erfahrungen zu sammeln, wie an einem Final Table gespielt wird. Du
    hättest dich in ein Dutzend Multi-Table Turniere (MTT) einkaufen müssen
    und wärst vielleicht nie bis zum Final Table gekommen. Eventuell
    hättest Du sogar ein oder zwei Final Tables erreicht, nur um als 8.
    oder 9. auszuscheiden. Es ist von höchster Bedeutung sich auf eine
    immer kleinere Anzahl an Spielern einzustellen und sein Spiel
    entsprechend zu verändern. Und die Erfahrung zu sammeln ist sehr schwer
    und teuer, wenn man offline spielt.


    Online dagegen, ist diese Erfahrung nur einen Mausklick
    entfernt und SNGs haben viele Vorteile. Als erstes sind sie sehr
    günstig und teilweise sogar kostenlos. Außerdem machen sie viel Spaß
    und sind praktisch, weil es ständig neue SNGs gibt die starten, kann
    man seinen beiseite legen und jederzeit eines spielen. Zusätzlich
    dauern die SNGs meist weniger als eine Stunde und man kann dort sehr
    gut üben, wie es an einem Final Table zu geht. Dies zu lernen sollte
    bei jedem ehrgeizigen Spieler Pflicht sein.


    Jetzt weißt du, warum du SNGs spielen solltest. Im Folgenden
    lernst du, wie du sie gewinnst:


    Der offensichtlichste Unterschied zwischen SNGs und MTTs ist,
    dass wenn jemand ausscheidet, niemand seinen Platz einnimmt. MTTs
    bestehen grundsätzlich aus Full Ring Poker, im Laufe der Zeit wird bei
    SNGs die Spieleranzahl an deinem Tisch immer kleiner. Mit der
    Verringerung der Spieleranzahl erhöhen sie künstlich auch die Blinds.
    Sagen wir, es sitzen insgesamt fünf Spieler mit dir am Tisch und die
    Blinds sind 100-200. Dadurch zahlst du alle fünf Hände 300, also 60 pro
    Hand. Sobald nun jemand ausscheidet, seid ihr nur noch zu viert. Nun
    zahlst du 75 pro Hand – eine Steigerung um 25% - abgesehen davon, dass
    die Blinds gleich geblieben sind. Deshalb musst du dich nun ein
    bisschen mehr aufs Glück verlassen und etwas riskieren, sonst läufst du
    Gefahr, dass die Blinds dich auffressen.


    Nachdem das Verhältnis zwischen Größe der Blinds und deinem
    Chipstapel entscheidend ist, wie viele Hände zu spielen solltest,
    empfehle ich dir zu Beginn des SNGs möglichst wenige Hände zu spielen.
    Das hat einen doppelten Sinn: Erstens machen es die niedrigen Blinds
    möglich, dass du anfangs sehr tight spielen kannst und zu neunt am
    Tisch, kostet dich eine Hand nur einen sehr kleinen Betrag. Zweitens
    hilft dir diese Spielweise ein tightes Image aufzubauen, dass dir
    später hilft teure Blinds und Ante zu stehlen.


    Aber es gibt auch verstecktere Gründe, warum man zu Beginn
    tight oder später looser spielen sollte: Die Payout-Struktur belohnt
    tightes Spiel. Die meisten SNGs zahlen 50% des Preispools an den
    Gewinner, 30% an den Zweiten und 20% an den Dritten. Die Struktur
    diktiert, dass du um den dritten Platz spielst. Warum? Schauen wir die
    Auszahlungen aus einem anderen Winkel an: 60% des Preispools wird
    ausgeschüttet, wenn nur noch drei Spieler übrig sind. 20%, wenn nur
    noch zwei Spieler übrig sind und weitere 20% an den Gewinner. Wenn du
    also bis zum dritten Platz durchhälst, bekommst du ein Drittel der 60%,
    also 20%. Du hast dann bereits Gewinn gemacht und hast noch die Chance
    30% mehr zu verdienen. Und genau hier, wenn du in den Top 3 bist, muss
    sich deinen Strategie komplett ändern.


    Nun zahlt es sich aus, etwas zu riskieren. Schauen wir uns
    noch einmal die Zahlen an: 60% des Preispools sind bereits weg vom
    Tisch. Wenn du einen Platz weiter kletterst, also Zweiter wirst,
    bekommst du nur 10% mehr. Wenn du aber noch einen weiter kommst,
    erhälst du gigantische 30% extra – das ist dreimal so viel, wie für
    Platz 2. Und mit steigenden Blinds ist es noch lohnenswerter ein Risiko
    eingehen.


    Ich sehe viele Spieler die fast genau das Gegenteil machen.
    Die kommen zu dem Schluss, dass sie nichts zu verlieren haben und
    versuchen sich anfangs schnell zu verdoppeln. Wenn sie dann aber im
    Geld sind werden sie sehr tight, um nur einen Rang höher zu kommen.
    Wenn du dir überlegst, wie du SNGs spielst, dann versuche meine Tipps
    umzusetzen und du wirst schnell eine Verbesserung bemerken.



    Howard
    Lederer

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